Die Inszenierung
Das Theaterstück erzählt auf makabre, aber behutsame Weise aus dem Leben der jungen amerikanischen Soldatin, die durch die Fotos vom Folterskandal in Abu Ghraib auf grausame Weise weltberühmt wurde.
Das Stück bewegt sich zwischen Dokumentation und Fiktion, zwischen innerem Monolog und Kabarett. Es versucht Antworten auf die Fragen rund um die Vorkommnisse von Abu Ghraib zu geben, ohne anzuklagen oder zu rechtfertigen. Es formuliert auf krude und absurde Weise die Fassungslosigkeit, welche die Bilder und die Geschichte der jungen Soldatin 2004 ausgelöst haben.
Es gibt keine realistische Grundsituation, sondern die Schauspielerin ist eine „öffentliche Frau auf einem öffentlichen Sofa in einem öffentlichen Raum – ein Ausstellungsstück – zur Besichtigung freigegeben“. Typisch amerikanische Elemente werden auf kabarettistisch-groteske Weise und als szenisch gespielte Filmzitate in der Inszenierung berücksichtigt. Zum Einsatz kommen außerdem Musik, Licht und Projektionen.